Transportrechnung für Luxemburg und Methodik zur Kosten-Nutzen-Analyse für Verkehrsprojekte

Das Großherzogtum Luxemburg weist seit vielen Jahren ein kontinuierliches Wachstum in Bevölkerung und Wirtschaft auf, womit auch eine stark wachsende Nachfrage im Personen- und Güterverkehr verbunden ist, die durch die rund 190'000 Grenzgänger zusätzlich verstärkt wird. Dies stellt hohe Anforderungen an das Verkehrssystem Luxemburgs und erfordert, dieses kontinuierlich und nachhaltig weiterzuentwickeln. Im Rahmen des Projektes wurde die damit verbundene Herausforderung auf zwei Arten adressiert:

1) Mit der Methodik zur Kosten-Nutzen-Analyse für Verkehrsprojekte wurde die Grundlage für die Bewertung künftiger Verkehrsprojekte geschaffen. Diese können so bezüglich ihrer unterschiedlichen Auswirkungen miteinander verglichen werden und nach wissenschaftlich anerkannten Grundsätzen beurteilt werden. Die entwickelte Methodik für Kosten-Nutzen-Analysen (KNA) ist auf Projekte und Maßnahmen im gesamten Straßen- und Schienenverkehr anwendbar und erlaubt auch den Vergleich zwischen Straßen- und Schienenprojekten. Die Analysemethodik lässt sich sowohl ex ante wie auch ex post verwenden und kann dementsprechend sowohl für die Projektauswahl wie auch nach Umsetzung eines Projektes zur Überprüfung der erreichten Ziele eingesetzt werden. Die Kosten-Nutzen-Analyse umfasst insgesamt 26 Indikatoren, die in Geldeinheiten berücksichtigt werden, und weitere 27 Indikatoren, die in qualitativer Form miteinbezogen werden. Die Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Analyse wurden im softwarebasierten Tool «MOBIMPACT» umgesetzt.

2) Durch den Aufbau der Transportrechnung für Luxemburg wurde ein Überblick über die gesamten Kosten des Straßen- und Schienenverkehrs im Jahr 2016 gegeben und aufgezeigt, von wem diese Kosten letztlich getragen werden.

Im Projekt wurde großes Gewicht darauf gelegt, die Bewertungsansätze (z.B. für die Betriebskosten der Fahrzeuge, die Kosten von Verkehrsunfällen oder luftverschmutzungsbedingten Gesundheitsschäden usw.) auf der Basis von Luxemburger Daten zu erarbeiten. Hierzu wurden sehr umfassende Recherchen durchgeführt und zahlreiche Anfragen bei staatlichen und privaten Institutionen vorgenommen, um für möglichst viele Kosten- und Nutzenelemente spezifische, luxemburgische Datenquellen zu erschließen.
Der Endbericht kann auf der Seite des MDDI in Luxemburg heruntergeladen werden.

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Auftraggeber: 
Ministère du Développement durable et des Infrastructures (MDDI), Direction de la Planification de la Mobilité
Kooperationspartner: 
Projektzeitraum: 
2017 - 2018
Bearbeitung: 
Romain Molitor
Margarethe Staudner
Themenbereiche: